Als moderne Mittelformat-Klappkamera für die Formate 6x6 und 4,5x6 kam im Herbst 1937 die Isorette heraus und wurde bereits nach wenigen Monaten in Isolette umbenannt. Im Gegensatz zur Billy war die Klappe unten am Gehäuse angeschlagen, bewegte sich beim Öffnen also nach unten anstatt zur Seite. Die Isolette kostete zu Beginn mit dem Objektiv Igestar 6,3 38 RM, mit Solinar 4,5 und dem aufwendigeren Verschluss Compur Rapid 86 RM. Die Isorette ist während ihrer Bauzeit häufig verändert worden, es sind zahlreiche Oberteile und Gehäuseklappen (mit unterschiedlichen Beschriftungen) bekannt, die das Werk aber nicht dokumentiert hat.
Die ersten Modelle besaßen eine schwarze Kappe aus Trolit, dem gleichen, leicht zerbrechlichen Material, aus dem auch die Trolix-Box bestand, man ging aber sehr bald zur üblichen Metallkappe über.
Auf den Exportmärkten hieß die Kamera Ventura.

AGFA Isolette Prontor II 1937
Geräte Nr. 7C 0627
mit wählbarem Belichtungsformat 41/2x6 & 6x6. Neben dem Durschichtsucher befindet sich ein Hebel, welches die Durchsicht nach dem vorgehend gewählten Format korrigiert. Für die Anwendung des Format 41/2x6 müssen vor dem einlegen des Filmes die beiden Seitenbegrenzungen beim Filmlauf umgeklappt werden.
Diese Kamera bekam ich in einem absolut desolaten Zustand und wusste vor der Reparatur und Renovation noch nicht ob sich die grosse Arbeit überhaupt lohnt. Aber, voilà!
Sammlung engel-art.ch

AGFA Isolette 1954 - 1960
keine Gerätenummer
Herstellung 1954 - 1960 AGFA-Kamerawerke München Deutschland. Objektiv: Agfa Agnar 1:4.5 / 85 Verschluss: Agfa Isolette
Sammlung engel-art.ch