KNOLL    Kameramanufaktur   Leipzig (&Dresden) 


Ing. Richard Knoll gründete 1892 in Leipzig ein Photo-Spezialhaus, in welchem Verschlüsse und optische Linsengruppen hergestellt wurden. Im Verlauf entstanden auch einige Modelle von Laufbodenkameras. 1905 schied Knoll aus der Firma aus. Karl Hubert Schaupt verlegte die Firma 1910 nach Dresden. Der Firmenname blieb als "Ing.Richard Knoll" noch bis Ende 1920 erhalten


KNOLL Laufbodenkamera   Gerätenummer: 84  (hintenunten an Standarte)

 

Diese Laufboden-Kamera wurde meines Erachtens zwischen 1920 und 1930 hergestellt. Holzgehäuse mit Leder bezogen. Platten 6 x 9cm. Keine Firmen-Lederprägung. Verschluss ist ein F. Deckel Compur Nr. 961008. Frontlinse ziert ein Doppel Anastigmat "Rigonar"1 - 4.5 F=12cm von Jng. Rich. Knoll Leipzig. Von letzterem ist seitlich am Kameragehäuse eine Plakette angebracht. Die Klappmechanik ähnelt stark der Bergheil von Voigtländer. Auffällig ist die sehr robust gebaute Handschlaufe mit den massiv gehaltenen Eckteilen. Die Schrauben dieser Eckteile wurden allesamt mit einer Zange zurückgeschnitten, ansonsten diese in das Gehäuse ragten. Eine Preziose, welche mit viel Handarbeit hergestellt wurde, jedoch nicht ganz an die Wertigkeit der bekannten Marken anschliessen konnte.

 

Kadlubek (4te Auflage): KN00010 

 

Schenkung von Jörn Schauermann Kiel (D)

 

Sammlung  engel-art.ch

KNOLL Laufbodenkamera   ©  engel-art.ch
KNOLL Laufbodenkamera © engel-art.ch